Fusion der Kirchengemeinden

Viele Dinge verändern sich derzeit. Wir erleben diesen Wandel jeden Tag – in unserer Gesellschaft, in der Wirtschaft, weltweit und auch in unserem persönlichen Leben.

Auch unsere Evangelische Kirche befindet sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess: Die Mitgliederzahlen gehen zurück, und damit sinken auch die Kirchensteuereinnahmen. Weniger finanzielle Mittel bedeuten, dass wir uns als Kirchengemeinde fragen müssen, welche Gebäude wir langfristig erhalten können – und welche wir möglicherweise aufgeben müssen. Ja, auch Kirchengebäude bleiben von diesen Entwicklungen nicht unberührt.


Ähnlich stellt sich die Situation im Personalbereich dar: Viele Mitarbeitende der sogenannten „Babyboomer-Generation“ gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Gleichzeitig wird es schwieriger, offene Stellen wieder zu besetzen – sei es im Pfarramt, in der Jugendarbeit oder in der Verwaltung. Das hat Auswirkungen auf unserkirchliches Leben: Gottesdienste, Kasualien, Seelsorge sowie die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Senioren müssen neu bedacht werden. Dabei stellen wir uns ehrlich die Fragen: Was können wir mit den vorhandenen Ressourcen leisten? Und was ist uns dabei besonders wichtig? Vor diesem Hintergrund haben die Presbyterien der Evangelischen Kirchengemeinden Ehringshausen-Dillheim und Kölschhausen über einen weiteren Schritt nachgedacht – und intensiv beraten. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass eine Fusion unserer beiden Kirchengemeinden eine gute und zukunftsfähige Lösung ist. Geplant ist, dass diese Fusion zum 01.01.2028 in Kraft tritt. Das bedeutet: Aus zwei Kirchengemeinden wird eine gemeinsame Gemeinde – mit einem Haushalt, einem Presbyterium, einem Team von Mitarbeitenden und einer gemeinsamen Verantwortung für unsere Gemeindeglieder. Durch diesen Zusammenschluss möchten wir Doppelstrukturen abbauen und unsere Kirchengemeinde insgesamt zukunftsfähiger und handlungsstärker aufstellen. Uns ist bewusst, dass dieser Schritt viele Fragen, Gedanken und vielleicht auch Sorgen mit sich bringt. Deshalb ist es uns wichtig, mit Ihnen darüber ins Gespräch zu kommen.


Im Herbst dieses Jahres laden wir Sie herzlich zu einer Gemeindeversammlung ein. Im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen, Anregungen und auch Ihre Bedenken einzubringen. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Pfr. Jurij Paul

Presbyterien (Gemeindeleitungen)

Die Presbyterien leiten die Kirchengemeinden und fassen die dafür notwendigen Beschlüsse. Als Presbyterien suchen wir nach den Wegen, die Gott mit unserer Gemeinden gehen will. Gemeinsam ringen wir um gute Entscheidungen und geben unser Bestes, damit unsere Visionen wahr werden. Die Presbyterien tragen die Verantwortung für die Erfüllung des Auftrages der Kirchengemeinden.

Unsere Gebäude

Zu unseren beiden Kirchengemeinden gehören neben den vielen Menschen, die unsere Arbeit bereichern und ohne diese Gemeindearbeit überhaupt nicht möglich ist, natürlich auch die Orte, an denen unsere Gemeinden zusammen kommen und an denen sich unsere Gemeindemitglieder mit ihren Fragen und Problemen an uns wenden können.

Friedrich Winter

Friedrich Winter, von 1930 bis 1939 Pfarrer in Kölschhausen, hat sein couragiertes Eintreten für die Menschen jüdischen Glaubens nur wenige Monate später mit seiner Ausweisung aus seiner Kirchengemeinde durch die Gestapo bezahlt. Der Theologe hatte sich in der Hoffnung auf eine wirkliche Erneuerung der Kirche zunächst den nationalsozialistisch eingestellten „Deutschen Christen“ und bereits vorher gemeinsam mit seiner Gemeinde der Oppositionsbewegung der „Bekennenden Kirche“ angeschlossen, die sich der Gleichschaltung von Lehre und Organisation der evangelischen Kirchen mit dem Nationalsozialismus widersetzte.